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STATUTEN

des Vereines

Internationale Tagung der HistorikerInnen
der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen

ZVR-Zahl: 102383836


§ 1
Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen „Internationale Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen (ITH)“. Im Kontakt mit ausländischen Einrichtungen wird die englische Bezeichnung „International Conference of Labour and Social History“ verwendet.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich.
(3) Der Verein arbeitet mit anderen, auch ausländischen, Vereinen und Instituten ähnlicher Art und Zielsetzung zusammen.

§ 2
Zweck

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, dient ausschließlich der Förderung wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der sozialen Entwicklung, der Geschichte und Politik sozialer Bewegungen, namentlich der Arbeiter/innen- und Gewerkschaftsbewegung sowie grundsätzlicher Fragen der Sozialpolitik auf internationaler Ebene.

§ 3
Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

(1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 u. 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.
(2) Als ideelle Mittel dienen:
a) Die Veranstaltung internationaler wissenschaftlicher Konferenzen zu den in § 2 genannten Themen.
b) Sämtliche organisatorische und wissenschaftliche Vorbereitungen dieser Tagungen.
c) Die Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Tagungen, die Herausgabe von Mitteilungsblättern („Rundbrief/Newsletter“) sowie anderer einschlägiger Publikationen.
d) Herstellung und Pflege von ständigen Kontakten und wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Personen, Vereinen, Gesellschaften und Instituten des In- und Auslandes, wobei insbesondere die Verbindung der akademischen Forschung mit den wissenschaftlichen und Bildungseinrichtungen der österreichischen und internationalen Arbeiterbewegung gestärkt werden soll.
e) Unterstützung der Erschließung und Evidenzhaltung wissenschaftlicher Quellen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und anderer sozialer Bewegungen.
f) Gegenseitige Information über Arbeitsvorhaben und Forschungsergebnisse sowie Information der Öffentlichkeit darüber; Unterstützung bei der Vernetzung von Forschungsvorhaben zur Geschichte der Arbeiterbewegung und anderer sozialer Bewegungen.
(3) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Subventionen privater und öffentlicher Stellen und sonstige Zuwendungen.

§ 4
Arten der Mitgliedschaft

Mitglieder des Vereines sind:
a) Institutionelle Mitglieder
b) Individuelle Mitglieder
c) Ehrenmitglieder

§ 5
Institutionelle Mitglieder

Institutionelle Mitglieder sind juristische Personen (Institute bzw. Vereine und Institutionen), die aktiv an den Aufgaben des Vereins mitwirken und den laufenden Mitgliedsbeitrag entrichten. Über die Aufnahme der ordentlichen Mitglieder entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Begriff „Mitglied“ bezieht sich im Folgenden bei institutionellen Mitgliedern auf die physische Person, die vom Mitgliedsinstitut als Vertreter / Vertreterin bevollmächtigt wurde.

§ 6
Individuelle Mitglieder

Individuelle Mitglieder sind physische Personen, die aktiv an den Aufgaben des Vereins mitwirken und den laufenden Mitgliedsbeitrag entrichten. Über die Aufnahme der individuellen Mitglieder entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit.

§ 7
Ehrenmitglieder

Ehrenmitglieder sind physische Personen, die sich um die Forschung und Geschichtsschreibung der Arbeiterbewegung verdient gemacht haben oder den Verein in seiner Tätigkeit maßgebend unterstützen. Die Ehrenmitgliedschaft besteht auf Lebenszeit. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Grund des Vorschlages des Vorstandes durch die Generalversammlung. Sie bilden das Ehrenkomitee der ITH und werden auf Wunsch zu den Vorstandssitzungen eingeladen.

§ 8
Stimmrecht

Alle Mitglieder haben sowohl Stimmrecht als auch das Recht der passiven und aktiven Wahl bei der Generalversammlung.

§ 9
Pflichten der Mitglieder

Alle Mitglieder haben die Pflicht, den Verein in seinen Bestrebungen zu unterstützen und zu fördern sowie den in den Statuten des Vereins festgelegten Verpflichtungen nachzukommen, insbesondere der Bezahlung der vereinbarten jährlichen Mitgliedsbeiträge.

§ 10
Rechte der Mitglieder

(a) Alle Mitglieder des Vereins haben das Recht, an den wissenschaftlichen Tagungen, die der Verein veranstaltet, sowie an der Generalversammlung teilzunehmen.
(b) Die Mitglieder haben das Recht, die Publikationen des Vereins gratis oder zu einem Vorzugspreis zu beziehen. Die Entscheidung darüber fällt der Vorstand.
(c) Institutionelle Mitglieder haben das Recht, ihre Einrichtung sowie Forschungsvorhaben und -ergebnisse in den Medien der ITH (Web-Site www.ith.or.at, Zeitschrift „Rundbrief/Newsletter“) zu präsentieren und an der inhaltlichen Gestaltung dieser Medien mitzuwirken.
(d) Mitglieder erhalten seitens der Organe des Vereines – im Rahmen der organisatorischen und personellen Möglichkeiten – Auskunft und Beratung in allen einschlägigen wissenschaftlichen Fragen.

§ 11
Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch den freiwilligen Austritt, Streichung oder Ausschluss.
(2) Der freiwillige Austritt ist jederzeit möglich; er ist dem Vorstand schriftlich bekannt zu geben.
(3) Die Streichung erfolgt seitens des Vorstandes mit einfacher Stimmenmehrheit, wenn ein Mitglied durch einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren seinen statutenmäßigen Pflichten nicht mehr nachgekommen ist.
(4) Der Ausschluss eines Mitgliedes kann durch den Vorstand mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden, wenn ein Mitglied durch sein Verhalten den Verein in seiner Tätigkeit oder Zielsetzung oder in seinem Ansehen schädigt oder den Statuten des Vereines zuwiderhandelt oder die Beschlüsse der Vereinsorgane missachtet.

§ 12
Vereinsorgane

Organe des Vereines sind:
a) Generalversammlung
b) Vorstand
c) Kontroll-Ausschuss
d) Schiedsgericht
e) internationaler wissenschaftlicher Beirat

§ 13
Die Generalversammlung

(1) Die ordentliche Generalversammlung findet mindestens einmal in zwei Jahren statt.
(2) Auf Verlangen der Kontrolle oder von mindestens einem Viertel aller Mitglieder muss eine außerordentliche Generalversammlung spätestens vier Wochen nach Einlangen des schriftlichen, begründeten Begehrens einberufen werden.
(3) Für die ordentliche Generalversammlung ist eine Einberufungsfrist von drei Wochen einzuhalten. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand unter gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Anträge an die Generalversammlung sind mindestens eine Woche vor Zusammentreffen derselben schriftlich beim Geschäftsführer / bei der Geschäftsführerin einzubringen. Gültige Beschlüsse können nur zur Tagesordnung gefasst werden.
(4) Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Ist die Beschlussfähigkeit nicht gegeben, so findet eine halbe Stunde später eine Generalversammlung mit der gleichen Tagesordnung statt, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist.
(5) Wenn über Statutenänderungen oder Auflösung des Vereines beschlossen werden soll, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit, bei Wahlen und sonstigen Beschlüssen einfache Stimmenmehrheit erforderlich. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Person, die den Vorsitz der Versammlung führt.
(5) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt die Präsidentin / der Präsident, bei Verhinderung der Geschäftsführer / die Geschichtsführerin; ist auch dieser / diese verhindert, ein Mitglied des Kuratoriums.
(4) Bei jeder Generalversammlung ist ein Protokoll zu führen, das die Präsidentin / der Präsident und die Geschäftsführerin / der Geschäftführer zu unterfertigen haben.

§ 14
Wirkungskreis der Generalversammlung

Der Wirkungskreis der Generalversammlung umfasst:
a) Entgegennahme und Billigung des Vorstandsberichtes und des Rechnungsabschlusses nach Anhören der Kontrolle.
b) Wahl des Vorstandes, des internationalen wissenschaftlichen Beirates und der Kontrolle.
c) Wahl des Schiedsgerichtes.
d) Ernennung von Ehrenmitgliedern.
e) Behandlung besonderer auf der Tagesordnung stehender Fragen, namentlich die Festlegung der Themen der bevorstehenden, vom Verein veranstalteten Tagungen.
f) Beschlussfassung über Änderung der Statuten und Auflösung des Vereins.

§ 15
Der Vorstand

(1) Der Vorstand wird von der Generalversammlung aus dem Kreis der Mitglieder auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Der Vorstand besteht aus:
a) Präsident / Präsidentin („President“)
b) Geschäftsführer / Geschäftsführerin („General Secretary“)
c) Kassier / Kassierin („Treasurer“)
d) Kuratorium.
(2) Für jede der unter a–c genannten Funktionen können auch Stellvertreter / Stellvertreterinnen gewählt werden. Die Stellvertreter / Stellvertreterinnen des Präsidenten / der Präsidentin führen die Bezeichnung „Vizepräsident“ bzw. „Vizepräsidentin“.
(3) Die Einberufung von Vorstandssitzungen erfolgt zwei Wochen vor der Sitzung durch den Präsidenten / die Präsidentin, im Falle seiner / ihrer Verhinderung durch den Geschäftsführer / die Geschäftsführerin. Einzuladen sind alle Vorstandsmitglieder.
(4) Den Vorsitz führt der Präsident / die Präsidentin, oder bei dessen / deren Verhinderung ein Vizepräsident / eine Vizepräsidentin.
(5) Beschlussfähigkeit ist gegeben, wenn alle Vorstandsmitglieder eingeladen und mindestens fünf von ihnen anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Person, die den Vorsitz der Sitzung führt.
(4) Wenn ein Mitglied aus dem Vorstand ausscheidet, ist ein Ersatz durch einstimmige Kooptierung bis zur nächsten Generalversammlung möglich.

§ 16
Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt:
a) Die Leitung des Vereines.
b) Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung.
c) Vollzug der von der Generalversammlung gefassten Beschlüsse.
d) Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Mitgliedern (gemäß §§ 5, 6 und 11).
e) Beschlussfassung über die Geschäftsverteilung und Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie über die Bildung notwendiger Kommissionen, insbesondere der Vorbereitungskommissionen für die wissenschaftlichen Konferenzen.
f) Bestellung des Projektleiters / der Projektleiterin von Forschungsprojekten, die im Zusammenhang mit den Tagungen durchgeführt werden.
g) Beschlussfassung über die Herausgabe von Publikationen, insbesondere die Bestellung eines / einer Verantwortlichen für die Herausgabe des jährlichen Tagungsbandes.
h) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge. Der Vorstand kann den Kassier / die Kassierin ermächtigen, mit einzelnen institutionellen Mitgliedern abweichende Jahresbeiträge entsprechend den wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser Mitglieder zu vereinbaren.
i) Entscheidung in allen Angelegenheiten des Vereins, die statutenmäßig nicht einem anderen Vereinsorgan vorbehalten sind.

§ 17
Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

(1) Der Präsident / die Präsidentin vertritt den Verein in allen Belangen, insbesondere nach außen. Er / Sie führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand. Bei Gefahr in Verzug ist er / sie berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, in eigener Verantwortung selbstständig Anordnungen zu treffen. Im Falle seiner / ihrer Abwesenheit obliegen diese Aufgaben dem Geschäftsführer / der Geschäftsführerin.
(2) Der Geschäftsführer / die Geschäftsführerin hat den Präsidenten / die Präsidentin bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen, insbesondere bei der Vorbereitung der wissenschaftlichen Konferenzen und im Kontakt mit Behörden und Mitgliedsinstituten. Ihm / Ihr obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung und des Vorstandes.
(3) Der Kassier / die Kassierin ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereines verantwortlich.
(4) Das Kuratorium besteht aus jenen Vorstandsmitgliedern, die keine der unter 1–3 genannten Funktionen ausüben. Als Vorstandsmitglieder nehmen sie – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – an der inhaltlichen und operativen Leitung des Vereins teil und bringen Erfahrungen aus ihren jeweiligen beruflichen und wissenschaftlichen Tätigkeitsfeldern ein.


§ 18
Kontroll-Ausschuss

(1) Der Kontroll-Ausschuss besteht aus mindestens zwei Personen, die von der Generalversammlung aus dem Kreis der Mitglieder auf die Dauer von vier Jahren gewählt werden. Die Mitglieder des Kontroll-Ausschusses dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder des Vorstandes sein. Ihnen obliegt die laufende Kontrolle der Finanzgebarung des Vereins und die Überprüfung des jährlichen Rechnungsabschlusses, über dessen Ergebnis sie bei der ordentlichen Generalversammlung Bericht erstatten.
(2) Der Kontroll-Ausschuss hat dem Vorstand bzw. der Generalversammlung rechtzeitig über allfällige Unregelmäßigkeiten oder Statutenwidrigkeiten in der Tätigkeit einzelner Vorstandsmitglieder zu berichten

§ 19
Schiedsgericht

(1) In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht.
(2) Das Schiedsgericht besteht aus drei Personen, die aus dem Kreis der Vereinsmitglieder gewählt werden und nicht dem Vorstand angehören. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von sieben Tagen dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichterin / Schiedsrichter namhaft macht. Diese beiden wählen einen Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Können sie sich nicht einigen, entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.
(4) Nennt der Kläger keinen Schiedsrichter, gilt der Klagsgegenstand als unwiderruflich erledigt. Nennt der Beklagte keinen Schiedsrichter, gilt der Klagsgegenstand als anerkannt.

§ 20
Internationaler wissenschaftlicher Beirat

(1) Der internationale wissenschaftliche Beirat berät den Verein in allen wissenschaftlichen Fragen, die mit den vom Verein veranstalteten Tagungen zusammenhängen, namentlich bei der Festlegung der Themen, Planung der Referate und Gewinnen der Referentinnen und Referenten sowie bei den Veröffentlichungen der Ergebnisse der Tagungen.
(2) Der internationale wissenschaftliche Beirat besteht aus mindestens sechs Mitgliedern, seine Mitglieder werden durch den Vorstand bestellt.
(3) Die Mitglieder des internationalen wissenschaftlichen Beirats können sich an der Generalversammlung beteiligen und Vorschläge einbringen. Sie sind in dieser Funktion nicht stimmberechtigt, jedoch kann ein Mitgliedsinstitut der ITH einem Mitglied des internationalen wissenschaftlichen Beirats seine Stimme in der Generalversammlung übertragen.
(4) Der internationale wissenschaftliche Beirat kann gemeinsam mit dem Vorstand tagen und sich in diesem Falle an der Diskussion über Beschlussvorlagen beteiligen. Gültige Beschlüsse können nur von den Vorstandsmitgliedern gefasst werden.

§ 21
Auflösung des Vereins

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer ausschließlich zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zwei-Drittel-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
(2) Dieselbe Generalversammlung hat auch über die Liquidation zu beschließen, insbesondere hat sie einen Liquidator / eine Liquidatorin zu berufen darüber zu beschließen, wem der Liquidator / die Liquidatorin das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke verfolgt wie die ITH.

12.9.2013