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Herbert-Steiner-Preis 2008

Der Herbert-Steiner-Preis benannt nach dem Gründer der ITH und Mitbegründer des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) wird 2008 zum fünften Mal verliehen.

Der Preis wird vergeben für wissenschaftliche Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache, die noch nicht veröffentlicht (gedruckt) sind, zu den Themen:
* Widerstand/Verfolgung/Exil in der Zeit des Faschismus und Nationalsozialismus sowie der Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945 und
* Geschichte der Arbeiterbewegung.

Der Preis soll in erster Linie die Überarbeitung wissenschaftlicher Manuskripte für die Veröffentlichung ermöglichen. Die eingereichten Arbeiten werden von einer internationalen Jury begutachtet. Vergeben werden ein Herbert Steiner-Preis sowie Herbert Steiner-Anerkennungspreise (Gesamtausschüttung: 10.000 Euro).

Folgende Unterlagen sind bis 31. Mai 2008 per E-Mail an herbert.steiner.preis@doew.at zu übermitteln:
– Lebenslauf und ggf. Publikationsliste.
– Beurteilbares wissenschaftliches Manuskript (auch Diplomarbeiten oder Dissertationen) zu den oben genannten Themen. (Zwei Ausdrucke der Arbeit sind per Post an Christine Schindler, DÖW, Wipplingerstr. 6-8, A-1010 Wien, zu senden.)
– Abstract der Arbeit

Fragen zu Einreichung und Thema können Sie jederzeit per E-Mail an herbert.steiner.preis@doew.at (Christine Schindler) richten.

Verein"Herbert-Steiner-Preis":
Präsident: Wolfgang Neugebauer (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes - DÖW)
VizepräsidentInnen: Eric Hobsbawm (London), Susanne Miller (Bonn), Herbert Exenberger (Wien)

Jury:
Univ.-Doz. Dr. Brigitte Bailer (wissenschaftliche Leiterin des DÖW )
Univ.-Prof. Dr. Ingrid Bauer (Ludwig Boltzmann-Institut für Gesellschafts- und Kulturgeschichte, Salzburg)
Univ.-Prof. Dr. Gabriella Hauch (Institut für Frauen- und Geschlechterforschung, Universität Linz)
Dr. Peter Huemer (Historiker und Publizist, Wien)
Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad (Institut für Geschichte, Universität Graz)
Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka (Central European University, Budapest)
Univ.-Prof. Dr. Peter Steinbach (Institut für Geschichte, Universität Karlsruhe)

 

Bisherige PreisträgerInnen

2007

Herwig Czech: Ärzte am Volkskörper. Die Wiener Medizin und der Nationalsozialismus.
Matthias Marschik: Sportdiktatur. Bewegungskulturen im nationalsozialistischen Österreich.
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Klaus Kienesberger: Der Österreich-Diskurs in der DDR von 1970 bis 1980. Eine kommunikationsgeschichtliche Annäherung anhand des Diskursbeitrags Sepp Plieseis.
Martin Niklas: Österreichische Jüdinnen und Juden in Theresienstadt.

2006

Heimo Halbrainer:"Der groesste Lump im ganzen Land". Denunziation in der Steiermark 1938-1945 und die Aufarbeitung dieses NS-Verbrechens in der Zweiten Republik.
Christian Kloesch: "und was sich uns entgegenstellt, das wird gestürzt und wird gefällt". Der nationalsozialistische Juliputsch von 1934 im Kärntner Lavanttal und die Lebensgeschichten der Putschisten.
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Stephanie Braukmann: Antisemitismus, Judenfeindlichkeit und Haltung zur jüdischen Frage in den Diskursen der proletarisch-sozialistischen Frauenbewegung 1890-1914.
Petra Domesle: Österreicherinnen in Exil und Widerstand in Frankreich. Beitrag zum Widerstand und Problematik der Rückkehr. Status in Wissenschaft und Gesellschaft.

2005

Barbara Nicole Wiesinger: ›... denn die Freiheit kommt nicht von alleine‹. Frauen im jugoslawischen ›Volksbefreiungskrieg‹ 1941–1945.
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Ralph Gabriel: Sanitätshygienische und medizinische Ambitionen als Bauaufgabe. Morphologie und Topographie des Krankenreviers im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen.
Christiane Rothländer: Karl Motesiczky (1904–1943).
Wolfgang Stadler: ›... juristisch bin ich nicht zu fassen‹. Die Verfahren des Volksgerichts Wien gegen Richter und Staatsanwälte 1945–1955.

2004

Monika Neuhofer: "Ecrire un seul livre, sans cesse renouvelé". Jorge Sempruns literarische Auseinandersetzung mit Buchenwald.
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Elisabeth Kübler: Antisemitismusbekämpfung als gesamteuropäische Herausforderung. Eine vergleichende Analyse der Maßnahmen der OSZE und der EUMC.
Claudia Kuretsidis-Haider: Verbrechen an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern vor Gericht. Die Engerau-Prozesse vor dem Hintergrund der justiziellen "Vergangenheitsbewältigung" in Österreich (1945–1955).