Unser Kollege Masao NISHIKAWA starb am 28. Januar 2008 in Tokio. Er wurde
am 1933 als Sohn eines berühmten Professors an der Tokio-Universität,
Masami NISHIKAWA, eines Forschers der amerikanischen Literatur, in Tokio
geboren. Er studierte die neueste Geschichte Europas an der Tokio-Universität.
Später unterrichtete er an der Tokio-Frauen-Universität (1966-1968),
der Tokio-Universität (1968-1994) und der Senshu Universität (1994-2004)
über die sozialistische Bewegung in Europa. Seine wichtigste Arbeit
trägt den Titel "Der Erste Weltkrieg und die Sozialisten"
(Iwanam-Verlag,1989; Deutsche Ausgabe: Bremen Ed. Temmen, 1999).
Er nahm seit 1972 an den ITH-Konferenzen teil und vertrat in den 1970er
und 80er Jahren die ITH-Japan. 1985 bekam er den Viktor Adler-Preis.
Während langer Zeit habe ich mit ihm gemeinsam Rosa Luxemburg-Forschung
betrieben. Auch im April 2007, als ich die Internationale Rosa Luxemburg
Konferenz veranstaltete, war er Mitglied im Vorbereitungskomitee. Auf der
Konferenz sprach er in der Podiumsdiskussion über die Aktualität
der Gedanken Rosa Luxemburgs. Allen KonferenzteilnehmerInnen schenkte er
die von ihm verfasste Bibliographie zu Rosa Luxemburg 1945-2003. Sein Beitrag
wird in dem bald erscheinenden Tagungsband der Rosa Luxemburg-Konferenz
dokumentiert werden.
Narihiko ITO, Tokio