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Zum Tod von Hans-Josef Steinberg

Der ehemalige Rektor der Universität Bremen Professor Hans-Josef Steinberg verstarb nach schwerer Krankheit am 16. Dezember 2003 in Würzburg im Alter von 68 Jahren. Mit Hans-Josef Steinberg verliert die Bremer Universität einen Menschen, der sich als ein Hochschullehrer der ersten Stunde stets engagiert für die Belange seiner Institution eingesetzt hat. Von 1974 bis 1977 lenkte er als Nachfolger des Gründungsrektor Professor Thomas von der Vring die Geschicke der Universität.
Er trat aus Protest gegen die Abschaffung der Drittelparität in den universitären Gremien von diesem Amt zurück.

Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er in der Universität Köln, bevor er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Friedrich-Ebert-Stiftung ging. Im Gründungsjahr der Universität Bremen 1971 wurde er dann an die Bremer Uni berufen. Als erster Hochschullehrer in der Bundesrepublik vertrat er eine Professur „Geschichte der Arbeiterbewegung“.
Neben der Arbeiterbewegung galt sein wissenschaftliches Interesse Themen der Geschichte des Nationalsozialismus. Trotz seines Rücktritts als Rektor arbeitete er in allen Jahren engagiert in den Selbstverwaltungsgremien der Universität Bremen mit.

1999 schied er als Hochschullehrer aus der Uni Bremen aus, stand aber vielen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weiterhin als Mentor zur Seite.

Steinberg war regelmäßiger Teilnehmer der Linzer Konferenzen der ITH. In vielen Diskussionen brachte er sich mit Sachverstand und Überzeugungskraft ein.